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Der Marathon-Rennsport bei der KGN
In unserem Verein waren Marek Klimek und Petr Kubicek die ersten, die an Marathon-Wettkämpfen teilgenommen haben. Anfangs bestritten sie nur das eine oder andere Rennen mehr oder weniger zu Trainingszwecken und haben dabei stets gute Platzierungen belegt. Als dann aber der Marathonsport weiter ins Rampenlicht rückte, maßen auch sie dieser Kanusport-Disziplin mehr Bedeutung zu.

Als sie 1991 zum ersten mal bei Deutschen Meisterschaften an den Start gingen, gewannen sie gleich den Titel Janos Lindenmayer, unser ungarischer Sportkamerad, der ebenfalls für die KGN startete, wurde Vizemeister im Einer-Canadier. Bei den Deutschen Meisterschaften 1992 in Bochum konnte Janos Lindenmayer seine Platzierung vom Vorjahr leider nicht halten - er wurde jetzt Dritter. Marek Klimek und Petr Kubicek verteidigten erfolgreich ihren Titel und qualifizierten sich durch diesen Sieg und einen vorangegangenen zweiten Platz bei einer Qualifikationsregatta in Rendsburg auf Anhieb für die Nationalmannschaft und somit für die Weltmeisterschaften in Brisbane/Australien. Allerdings hielt sich die Unterstützung des DKV sehr in Grenzen, so daß die Finanzierung dieser WM den Sportlern selbst überlassen war. Nachdem diese dann durch einige Sponsoren gesichert war, stand einer Teilnahme nichts mehr im Wege. Bei hochsommerlichen Temperaturen belegten Marek Klimek und Petr Kubicek einen hervorragenden fünften Platz. Auch 1993 sollte sich an der Meisterschaftsplatzierung von unserem Zweier-Canadier nichts ändern - sie behielten auch in diesem Jahr ihren Titel. Janos Lindenmayer konnte sich im C1 in Bochum jedoch wieder den Vize-Meistertitel zurück erkämpfen.
1994 im Vergleich zum Vorjahr - unsere Sportler bewiesen sich konstant und schlugen wieder zu: den Titel für den C2, den Zweiten Platz im C1 bei den Deutschen Meisterschaften in Dillingen. Neu war allerdings ein weiterer Vize-Meistertitel, der im C2 von Miklos Szabo und György Kovacs erkämpft wurde und ein dritter Platz im Zweier-Kajak der Damen-Leistungsklasse von Heike Hildenbrand und Nina Schumacher.

Die KGN wurde zum führenden Canadier-Verein im Mararthonsport in ganz Deutschland. Nach einem weiteren Rennen in Rendsburg qualifizierten sich schließlich auch diese fünf Canadier-Sportler für die Weltmeisterschaften in Amsterdam/Holland. Dort allerdings verlief nicht alles ganz nach Plan. Nach einem guten Start gaben Marek Klimek und Petr Kubicek das Rennen leider vorzeitig auf - sollte doch ein gutes Ergebnis den Höhepunkt und Abschluß ihrer langjährigen Karriere bilden. Unser anderer C2 mit Szabo/Kovacs gelangte auf einen zehnten Platz. Janos Lindenmayer konnte nach drei Stunden 33 Minuten schließlich mit seinem siebten Platz recht zufrieden sein.

1995 vollzog sich dann eine Änderung. Petr Kubicek zog sich verletzungsbedingt für ein Jahr aus dem Marathon-Rennsport zurück - und Michael Pauli stieg mit Marek Klimek ins Boot. Dieses neue Team wurde in Kiel Vize-Meister. Im C1 konnte sich Janos Lindenmayer diesmal leider keine Medaille sichern. In der Jugendklasse konnte Robert Lyra im C1 einen dritten Platz für sich verbuchen. Weiterhin startete auch Anne Schuch im K1. Sie errang bei den Damen Junioren ebenfalls einen dritten Platz.

Auch bei den Deutschen Meisterschaften 1996 in Bochum änderte sich wieder einiges an den Besetzungen der Boote. Der diesjährige Titel im C2 ging an Petr Kubicek und seinen neuen Partner Vladimir Peterski, Marek Klimek mit - ebenfalls einem neuen Partner - Christian Hauke wurden dritte. Janos Lindenmayer konnte im C1 an frühere Erfolge anknüpfen und wurde wieder Vize-Meister. Auch die Jugendmannschaft war wieder am Start: Christof Klimek belegte in der Schülerklasse im C1 den fünften Platz, Robert Lyra wurde in der Jugendklasse im C1 Vize-Meister. In diesem Jahr schaffte es wieder ein Neckarauer Boot, sich für die Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Aufgrund ihrer guten Leistungen bei den Meisterschaften und anderen Qualifikationsregatten konnten Petr Kubicek und Vladimir Peterski in Kopenhagen/Dänemark an den Start gehen und durften mit ihrem 5. Platz sehr zufrieden sein.

1997 dann wieder eine neue Besetzung im C2: die beiden "Alten" zogen sich zurück und so trat Michael Pauli gemeinsam mit Martin Buday das Rennen an, die Platzierung allerdings blieb die gewohnte - der Meistertitel für die KGN. Christian Hauke startete für die PG Mannheim und mit anderem Partner und belegte den zweiten Platz. Im C1 der Leistungsklasse gewann Janos Lindenmayer wie gewohnt den Vize-Titel.

1998 starteten Vladimir Peterski und Petr Kubicek bei den Deutschen Meisterschaften in Dillingen und belegten den zweiten Platz hinter dem Boot der PGMannheim, mit dem sie sich 42km lang bekriegt hatten. Christian Hauke bewältigte die Strecke im C1 und wurde dritter. Durch diese Leistung hatten sich unsere drei Fahrer für die WM in Kapstadt/Südafrika qualifiziert, wo sie im C2 den fünften und im C1 den neunten Platz belegten.

Die Marathon-Saison 1999 begann mit den Chaos-Meisterschaften in Dillingen. Bei widrigsten Hochwasserbedingungen mußten die Sportler an den Start gehen, während der Rennen stieg das Wasser stetig an - die Portagestrecke wurde immer kürzer aber zugleich "ungemütlicher", denn wo zuvor noch Wiese gewesen war, mußte man beim Aussteigen nun mit dem blanken Asphalt kämpfen.

Am Start dieser Meisterschaften: Vladimir Peterski und Petr Kubecek im C2 der Leistungsklasse, Christian Hauke im C1 der Leistungsklasse, Paul Hildenbrand und Christof Klimek im C2 der Junioren, Martin Kschuk und Partner Christian Mähn aus Ginsgeim-Gustavsburg im C2 der Jugend, Elisabeth Kschuk, Daniela Baumeister und Kyra Gierke im K1 der Schülerinnen. Nach einigen Pannen und Unstimmigkeiten der Regattaleitung während des Rennverlaufs belegte der LK-Zweier schließlich den zweiten Platz genau wie die Junioren, Christian Hauke wurde dritter, ebenso der Jugend-Zweier. Nicht ganz für einen Medaillenplatz gereicht hat es bei den Mädchen - sie wurden vierte, siebte und elfte. Die Spetzialisten Peterski/Kubicek stellten sich weiterhin der internationalen Konkurrenz bei Welt-Cups, wo sie sich durch gute Platzierungen für die Weltmeisterschaften in Ungarn qualifizieren konnten. Dort belegten sie nach einem 42 km spannenden Rennen einen guten fünften Platz.

Bei den Marathon-Weltmeisterschaften 2000 in Dartmouth/Canada belegten unsere Spitzenathleten Vladimir Clauß und Petr Kubicek einen hervorragenden dritten Platz und gewannen somit die Bronze-Medaille!






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