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Kanu-Marathon - die härteste Disziplin im Kanusport
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Wettkampfbestimmungen
Erfolge bei der KGN |
Der Marathonrennsport ist die jüngste Wettkampfdisziplin
des Deutschen Kanu-Verbandes. Seit 1991 nehmen auch Sportler der
KGN an Marathon-Regatten teil und konnten sich seitdem einen guten
Namen in dieser Szene machen: Von Anfang an stellte die KGN Mitglieder
der Marathon-Nationalmannschaft des Deutschen
Kanu-Verbandes. |
Die Wettkampfbestimmungen |
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Wie im Rennsport werden die einzelnen Rennen in verschiedene
Bootsklassen und Altersklassen eingeteilt.
Die Einteilung entspricht hierbei exakt der des Rennsports.
Einige Unterschiede sind jedoch trotzdem festzuhalten: Beim Kanu-Marathon
wird nur in Kleinbooten gestartet, d.h. nur in Einern und Zweiern
- sowohl Canadier als auch Kajak. Auch die Maße der Marathonboote
stimmen mit denen der Rennboote überein. Einzige Ausnahme bildet
das Gewicht.
Die Mindestgewichte der Marathonboote wurden wie folgt festgelegt:
Kajak-Einer = 8 kg, Kajak-Zweier = 12 kg, Canadier-Einer = 10 kg,
Canadier-Zweier = 14 kg.
Die Strecke, die der Kanute zurücklegen muß, ist in den
Wettkampfbestimmungen des DKV festgelegt und ist gleich dem Rennsport
in verschiede Längen je nach Alter gestaffelt. Seit der Änderung
der Wettkampfbestimmungen 1997 beträgt die zurückzulegende
Distanz in der Leistungsklasse (ab 19 Jahre) nicht mehr 42 Kilometer,
sondern wurde auf mindestens 30 Kilometer bei Meisterschaften verkürzt.
Auch in den anderen Klassen wurden die Strecken verringert. Sie
betragen nun für die Junioren (16-18 Jahre) mindestens 21 Kilometer,
für die Jugend (14-16 Jahre) mindestens 15 Kilometer. Die Streckenlänge
für die Senioren entspricht der für die Junioren. Jede
dieser Strecken muß mindestens eine Portage beinhalten. Für
Schüler finden keine Meisterschaftsrennen im Marathon statt.
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| Veranstaltungen |
| Obwohl
auch in Deutschland viele Langstreckenregatten oftmals eine schon
langjährige Tradition haben, fanden die ersten offiziell durchgeführten
Deutschen Marathon-Meisterschaften erst 1989 in
Berlin statt. Seitdem jedoch sind diese aus dem Terminkalender des
DKV nicht mehr wegzudenken.
Seit 1978 gibt es den Marathon Racing Grand-Prix,
dabei werden aus einer Serie von drei Regatten die beiden besten
Ergebnisse gewertet und so der Sieger ermittelt. 1982 schließt
sich im zweijährigen Rhythmus der Marathon Welt-Cup an. Hier
liegt das Gewicht auf der Nationenwertung. Es sind zwei Boote pro
Nation und Disziplin startberechtigt. Dieser Welt-Cup war bis 1988
die höchstrangige internationale Marathon-Regatta.
Erst dann wurden die ersten offiziellen Weltmeisterschaften
in Nottingham/England durchgeführt. Diese WM verhalf dem Kanu-Marathonrennsport
zum internationalen Durchbruch: 1988 hatten 22 Verbände der
Internationalen Kanu-Föderation (ICF) insgesamt 144 Boote gemeldet.
Die Weltmeisterschaften werden jetzt alle zwei Jahre im Wechsel
mit dem Welt-Cup ausgetragen. |
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| Der Rennverlauf
beim Marathon |
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Marathonrennsport-Regatten
werden auf allen Gewässern ausgetragen. Der Wettkämpfer
muß also die Strecke so bewältigen, wie er sie vorfindet.
Entsprechend diesen Anforderungen muß die Vorbereitung erfolgen:
Trainingseinheiten von 20 Kilometern Paddelarbeit sowie intensives
Lauf- und Ausdauertraining bilden den üblichen Trainingsumfang.
Zu einer guten Vorbereitung auf ein Marathon-Rennen gehört
auch die Ernährung: Kohlehydrate, Vitamine, Calcium und Magnesium
stehen auf dem Speiseplan, um der riesigen Belastung, die dem Körper
bevorsteht, standhalten zu können. |
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Beim Start eines Rennens sollen alle Boote auf einer Linie liegen,
sofern die örtlichen Bedingungen dies zulassen. Der Starter
kann bei der zweiten Verwarnung eines Sportlers, beispielsweise
bei einem Fehlstart, eine 2-Minuten-Strafe aussprechen. Während
des Rennens ist den Teilnehmern desselben Rennens gestattet, auf
der Seiten- oder Sogwelle des Gegners mitzufahren, um so die eigene
Kraft zu sparen und diese dann möglicherweise bei Ausreißversuchen,
ähnlich wie bei Straßenradrennen, oder Zwischenspurts
einzusetzen, um den Gegner auf diese Weise frühzeitig abschütteln
zu können. Während des Rennens müssen die Sportler
mindestens eine Portage bewältigen. |
| Diese
sind durch diagonal rot/gelb gekennzeichnete Schilder oder Fahnen
markiert. An dieser Umtragestelle heißt es nun, vor der ersten
Markierung anzulanden, auszusteigen, im Laufschritt das Boot auf
der Schulter oder in der Hand an die zweite Markierung zu tragen
und es dort wieder zu Wasser zu lassen, um die Fahrt fortzusetzen.
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All dies muß ohne fremde Hilfe geschehen. Eine Hilfe durch
einen Betreuer ist nur zulässig, wenn es darum geht, den Sportler
beispielsweise mit Nahrung und Getränken zu versorgen, da der
Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust während eines solchen
Rennens enorm hoch ist (bis zu fünf Liter Flüssigkeitsverlust).
Diese Wiederzufuhr der verbrauchten Kalorien findet meist während
der Portagen statt, da hier die einzige Möglichkeit für
den Betreuer besteht, mit dem Sportler Kontakt aufzunehmen. Oft
befinden sich in den Booten oder auf den Rücken der Teilnehmer
zusätzlich noch Trinkbeutel, auf deren Inhalt auch während
des Rennens zurückgegriffen werden kann. Weiterhin ist eine
Hilfe durch Betreuer an Land dann erlaubt, wenn Fahrer ihre Kleidung
wechseln wollen, beschädigte Ausrüstung ersetzt werden
muß oder Reparaturen durchgeführt werden müssen.
Ein Austausch der Boote ist nicht gestattet. Die Fahrzeit bei einem
solchen Rennen beträgt im Schnitt ca. drei Stunden. |
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