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| Kanu-Polo
- die Spielsportart des Kanusports
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| Entwicklung
Die
ersten Deutschen Meisterschaften fanden 1971 in Salzgitter statt
und gehören seitdem fest zum Programm der Kanupolo-Disziplin.
Gespielt wird je nach Leistungsstärke in verschiedenen Leistungsklassen.
In den Folgejahren hat sich der Kanupolosport sehr verbreitet. Sieben
Herren- und drei Jugendmannschaften, also ca. 100 Aktive, waren
bei den ersten Deutschen Meisterschaften 1971 am Start. Wenn heute
die Bundesliga, die Aufstiegsspiele und regionale Ausscheidungen
berücksichtigt werden, bewerben sich ca. 50 Herren-, und jeweils
ca. 15 Damen-, Junioren-, Jugend- und Schülermannschaften um
die Deutsche Meisterschaft. Das sind knapp 700 Kanusportler aus
rund 60 Vereinen. Derzeit werden etwa 50 Turniere im nationalen
Bereich angeboten. Durch die Einführung als Schulsport und
von Hochschulmeisterschaften an den Universitäten erkennen
immer mehr Vereine die Vorteile dieser Sportart für die Entwicklung
ihrer Jugend. |
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| Regelkunde
Das
Spielfeld ist eine gekennzeichnete Wasserfläche von ca. 30x20
Metern. Die Breite ergibt sich durch das Verhältnis von Länge
zu Breite wie 3:2. Die Tore sind basketballähnliche Hängetore,
die zwei Meter über der Wasseroberfläche an einem Gerüst
schweben. Diese haben ein Innenmaß von 1x1,5 Metern. Der Ball
hat einen Umfang von 68,5 cm, wiegt 400-500 Gramm und darf mit dem
Paddel und der Hand gespielt werden. Eine Mannschaft besteht aus
acht Spielern, von denen drei Auswechselspieler sind. Auf dem Spielfeld
bewegen sich fünf Polocracks ohne festgelegten Torwart. Zur
Ausrüstung eines Spielers gehört ein Boot mit einer Länge
von zwei bis drei Metern und einer Breite von 50 bis 60 cm. Vorne
und hinten dämpfen Puffer die frontalen Zusammenstöße.
Zur Fortbewegung benutzen die Spieler ein Doppelpaddel. Zum Schutz
des Körpers tragen diese Helme mit Gesichtsgitter und eine
Schwimmweste. Die Spieldauer beträgt normalerweise 2x10 Minuten.
Zwei Schiedsrichter leiten die Begegnung von den beiden Spielfeldseiten
aus. Hartes Anfahren und der gefährliche Einsatz des Paddels
ist verboten. Regelverstöße ahnden die Schiedsrichter
durch Freiwurf oder in anderen Fällen durch Einwurf bzw. Eckwurf.
Bei groben Verstößen können "Penalties"
(Strafwürfe auf das unverteidigte Tor) oder Zeitstrafen verhängt
werden. |
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| Spielverlauf
Zu
Beginn der Halbzeiten nehmen die Spieler Aufstellung auf der eigenen
Torauslinie. Der Schiedsrichter wirft den Ball dann in die Mitte
des Feldes. Je ein Spieler jeder Mannschaft versucht, den Ball zu
erkämpfen. Eine weitere Variante des Spieles erhöht die
Attraktivität für alle Beteiligten. Es ist erlaubt, den
ballführenden Spieler an der Schulter in das Wasser zu stoßen.
Der Spieler muß dann versuchen, sich und sein Boot mit einer
Eskimo-Rolle wieder aufzurichten. |
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