|
Die Geschichte des Drachenbootes führt uns zurück
ins zweite Jahrhundert vor Christus. Zu dieser Zeit lebte im chinesischen
Königreich der Minister Qu Yuan. Er war sehr beliebt bei seinem
Volk; bei seinem König jedoch war er in Ungnade gefallen und
wurde aus dem Amt entlassen. Unglücklich wanderte er nun ziellos
umher und schrieb Liebesgedichte an sein Volk und sein Land. Unfähig,
den Schmerz zu ertragen, stürzte er sich aus Verzweiflung und
wahrscheinlich auch als ein letztes Warnsignal an die Regierung
in den Fluß Mi Lo. Die Legende besagt, daß einheimische
Fischer mit ihren Booten wie um die Wette auf den Fluß hinausfuhren,
um Qu Yuan ins Leben zurückzuholen. Um seinen Körper vor
den gefräßigen Fischen zu schützen, schlugen sie
mit dem Paddel kräftig aufs Wasser. Wie sich aus dem eher rituellen
Spektakel eine Sportart entwickelte, ist nicht genau überliefert.
Über Drachenbootfestivals in China und Ostasien, an denen einige
Sportler aus Europa teilnahmen, wurde der Sport Ende der 80er Jahre
auch in Deutschland bekannt.
Die Geburtsstunde des Drachenbootsports in Deutschland war der 800.
Geburtstag des Hamburger Hafens 1989. Kurz darauf kam es in Hamburg
zur Gründung des Deutschen Drachenboot-Verbandes. Noch im selben
Jahr entstanden die ersten Teams. Inzwischen gibt es in Deutschland
ca. 60 im Drachenboot-Verband organisierte Teams mit etlichen tausend
Aktiven. |